Redaktionsplan

Produktives Content-Marketing mit Redaktionsplan

Bloggst du auch ganz intuitiv und im kreativen Flow? Schreibst du für deine Leserinnen, wie du sprichst? Bringst du zielgenau rüber, was du zu sagen hast? Herzlichen Glückwunsch, du bist eine glückliche Bloggerin! Content-Marketing ist kein Problem für dich.

Solltest du das mit dem Flow nicht immer schaffen: Kein Problem. Ein Redaktionsplan sorgt dafür, dass du den Überblick behältst und immer gute Content-Ideen parat hast.

Warum ein Redaktionsplan?

Wenn du professionell bloggen und dein Content-Marketing auf deinem eigenen Blog aufbauen willst, brauchst du regelmäßig gute Ideen für Inhalte. Nur so wirst du eine bekannte Größe im Blickfeld deiner Zielgruppe. Dein Blog ist damit dein Projekt – und wer geht schon ein Projekt ohne saubere Planung an? Deshalb also ein Redaktionsplan für dein Blog. Er bildet das Gerüst für deine Publikationstätigkeit. Und für deine zusätzlichen Marketingaktivitäten. Der Vorteil:

  • du bist immer gut vorbereitet
  • keine Suche nach neuen Themen
  • du weißt genau, wann was zu tun ist
  • du vergisst nichts, was getan werden muss
  • zu kannst Themen für feste Termine wie Weihnachten schon im voraus bestimmen
  • du kannst Artikelreihen einplanen
  • mit Redaktionsplan arbeitet es sich einfach entspannter!

Was gehört in einen Redaktionsplan?

Das ist recht unterschiedlich. Hier gilt wie überall: Weniger ist mehr. Nimm also nur so viele Aspekte auf, wie du brauchst. Ein Beispiel: Wenn du dein Blog als einzige Autorin schreibst, brauchst du keinen Spalte „Autorin“. Ich nehme dieses Gerüst:

  • Geplantes Veröffentlichungsdatum
  • Titel (Thema) Hier muss noch nicht der endgültige Titel stehen, ein Arbeitstitel reicht
  • Keywords (am besten in einem SEO-Tool qualifiziert), die dann beim Schreiben in Titel und Text einfließen
  • Art des Beitrags (Blogartikel, Video,…)
  • Format des Beitrags (Fachartikel, Interview, Listicle, FAQ, …)
  • Marketing (wo ich den Beitrag verbreiten werde, z.B. Newsletter, Twitter, Facebook, Insta, …)
  • Bild (für den Artikel und / oder für Social Media)
  • Status (wie weit bin ich damit? In Planung, in Arbeit, Freigabe, veröffentlicht)

Warum das alles? So überblickst du, was du alles vor der Veröffentlichung erledigen musst. Z.B. Zeitplanung für die Verteilung deines Artikels in Social Media oder in deinem Newsletter. Auch der Typ des Beitrags ist eine Sache, die man gut vorher festlegen sollte. Es macht schon einen Unterschied, ob du ein zu deinem Thema einen Fachartikel vorsiehst oder ob das Format ein Listicle (10 Tipps, 20 neue Links zum Thema) sein soll. Gut, wenn du das schon bei der Planung so aufschreibst.

Wo mit führt man seinen Redaktionsplan?

Auch das ist recht unterschiedlich. Eigentlich eignet sich eine Tabellenkalkulation wie Excel, LibreOffice oder Number am besten dazu. Hier kannst du für jeden Aspekt eine Spalte aufmachen. Wenn du auf Synchronisation über mehrere Geräte Wert legst, kannst du auch Google Tabellen verwenden.

Kanban-Redaktionsplan mit Trello

Was ich gerne tue: Ich baue mir den Redaktionsplan als Kanban-Board mit Trello. Jede Karte = ein geplanter Beitrag für mein Blog. Eigentlich ist eine Trello-Karte ein übersichtliches, spartanisches Teil mit nur wenigen Feldern. Mit dem Power-Up „Benutzerdefinierte Felder“ kannst du allerdings Textfelder, Checkboxen und andere nach deinem Bedarf hinzufügen. Meine Karte sieht dann so aus:

Kanban Redaktionsplan mit Trello

Hier habe ich Felder für Art und Format des Beitrags, für den Bildnachweis sowie Keywords und Textbereiche für Social Media Posts hinterlegt. Das Bild kann ich als Anhang an die Karte hochladen. Wer das Kalender-Powerup für Trello verwendet, kann das geplante Publikationsdatum in der rechten Spalte als Datum anlegen und den ganzen Plan in einer Kalenderübersicht anzeigen lassen. Es gibt auch eine Erinnerungsfunktion, die dich über einen bevorstehenden Blogartikel informiert, dazu. Diese Karte habe ich mir als Vorlage gespeichert und kann sie jederzeit wieder verwenden.

Den Status bilde ich mit den verschiedenen Spalten des Kanban-Boards ab. So wandert der Beitrag von der ersten Planung bis zur Veröffentlichung. Immer alles im Blick.

Was passiert eigentlich mit neuen Ideen, die einem zwischendurch so einfallen? Die noch nicht fest im Redaktionsplan für die nächste Zeit enthalten sind? Dafür bietet gerade das System Kanban eine Steilvorlage: Das sogenannte Backlog. Hier landen alle Ideen, Inspirationen und plötzliche Geistesblitze, von denen noch nicht feststeht, in welcher Form und wann sie im Blog landen sollen. Hauptsache, es geht nichts verloren.

Das Backlog ist der Ideenpool, aus dem du schöpfen und deinen konkreten Redaktionsplan befüllen kannst.

Arbeiten mit dem Redaktionsplan – Tipps aus der Praxis

Regel Nr. 1: Plane immer mindestens 4-6 Einheiten im Voraus. Das sind je nach deiner Publikationsfrequenz 1,5 bis 3 Monate. So behältst du den Überblick und kannst Inhalte strategisch vorbereiten.

Regel Nr. 2: Sieh das unvorhersehbare voraus, indem du ein paar Extra-Themen im Vorrat hast. Falls du krank wirst oder spontan in Urlaub fährst, braucht es immer einen Plan B. Vielleicht ein Update für einen alten Artikel? Oder eine Bilderstrecke? Vorbereitung ist alles.

Regel Nr. 3: Notiere immer alle Ideen für neue Beiträge. Ohne Bewertung. Lass deiner Kreativität freien Lauf. Aus fast jedem Geistesblitz lässt sich etwas mitnehmen. Und das Backlog ist geduldig.

Regel Nr. 4: Höre auf deine Leserinnen und Follower. Wirf deinen Plan auch mal über den Haufen, wenn du interessanten Input aus deiner Community bekommst, eine Frage oder einen Kommentar. So bietest wirklichen Mehrwert.

Regel Nr. 5: Wenn es gerade so gut läuft und du mehr als einen Artikel schreibst: Nutze die zeitgesteuerte Publikation bei WordPress. Hier kannst du deine Artikel jetzt schreiben und erst zum geplanten Termin veröffentlichen.

Viel Erfolg mit deinem Redaktionsplan! Wenn du noch mehr Tipps für den perfekten Blogpost haben möchtest: Abonnentinnen meines Newsletters bekommen nicht nur ca. alle zwei Wochen Informationen zur Steigerung ihrer Produktivität, als Begrüßungsgeschenk gibt es auch meine umfangreiche Checkliste „Der perfekte Blogpost“.

Bild: Comfreak über Pixabay

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